Die Disziplinen

Die Schule wird TAKEDA RYU NAKAMURA HA genannt. Diese untergliedert sich in sieben Disziplinen, welche auf verschiedenen Ausbildungsniveaus unterrichtet werden. 
Oberhaupt der TAKEDA RYU NAKAMURA HA ist Soke Hisashi Nakamura.
TAKEDA RYU NAKAMURA HA zählt zu den ältesten noch erhaltenen Kampfkünsten Japans. Kampfkünste werden in Japan mit dem Wort Bujutsu übersetzt.

Die japanischen Worte "BU" (Kampf, Krieg, Lanze) und "JUTSU" (Technik, Kenntnis, Fähigkeit) lassen sich frei als "Kampfkunst" übersetzen. Die chinesischen Aufzeichnungen wiesen schon sehr früh, basierend auf Grundlagen der alten medizinischen Aufzeichnung, auf die ganzheitliche Grundlage in den chinesischen Kampfkünsten (Gong Fa) hin.

Dies hat auch noch heute fundamentalen Einfluss auf die Lehrmethodik in den japanischen Kampfkünsten. Verschiedene Disziplinen sind auf das Ausbilden bestimmter körperlicher und geistiger Fähigkeiten ausgerichtet. Dieses ganzheitliche System ist die Grundlage des Bujutsu. Die Disziplinen werden einzeln erlernt, um diese später auf Meisterebene zu einem großen Ganzen zusammenzufügen.
Die waffenlosen Disziplinen sind Grundlage zum Verständnis des Bujutsu. Körperliche Erfahrung steht im Vordergrund. Der Trainierende lernt in folgender Reihenfolge:

Atmung-Koordination-Geschwindigkeit-Mentale Fähigkeiten.

Die Waffendisziplinen dienen unter anderem zur Ausarbeitung der unumstößlichen Grundlage, um jeder Art von Konfrontation kontrolliert entgegen zu treten, der

Ruhe des Geistes

Dazu notwendig sind Atmung, Koordination, Geschwindigkeit und Mentale Fähigkeiten. Weiters Strategie, Meditation und Philosophie.
Im Budo Institut müssen Sie weder zum Asiaten mutieren, noch müssen Sie sich einer fremden und zumeist missverstandenen Tradition unterwerfen. Sie sollen einzig und allein Ihre Fähigkeiten kennenlernen um diese danach zu ihren Gunsten einzusetzen. 
Damit werden Sie früher oder später jeder alltäglichen Situation und Konfrontation - sei dies nun eine verbale oder auch körperliche - gelassen und erfolgreich gegenübertreten. Seit Anerkennung der Psychosomatik (ca. 1920) als Teil der Schulmedizin ist die Möglichkeit einer körperlichen Schädigung durch emotionale und geistige Anstrengung teilweise anerkannt.

Bujutsu lehrt diesen Schädigungen aus dem Weg zu gehen.

Unterschied Kampfkunst zu Kampfsport

Primär liegt der Unterschied im Alter und der Entstehung. Die meisten traditionellen Schulen sind mehrere hundert Jahre alt und waren lange Zeit "Familienbesitz" ("Ryu").

Wichtig ist darauf hin zu weisen, dass bei den traditionellen Kampfkünsten nicht der sportliche Aspekt im Vordergrund stand, sondern schlicht und ergreifend das nackte Überleben. Daraus ist leicht zu verstehen, dass der Spezialisierungsgrad der japanischen Kriegskünste enorm hoch war, lag Japan doch einige hundert Jahre im ständigen Krieg (1156 - 1868). Der auffälligste Unterschied liegt aber im System und in der Denkweise. Kampfkünste beinhalten immer mehrere Disziplinen, in manchen Schulen bis an die 15 verschiedene, z.B.: Schwimmen, Bogenschießen zu Pferd, Hundekampf, Fächerkampf, Strategie, Medizin, usw. Der Kampf an sich ist im Bujutsu ein Lehrmittel und soll auf den Ernstfall körperlich und geistig vorbereiten. Dies impliziert, dass es über das Kämpfen an sich hinausgeht.

Am Schlachtfeld gab es keine Regeln, und die Aktionen wurden mit rasender Geschwindigkeit durchgeführt. Zum Denken blieb da keine Zeit. Wettkampfregeln lassen prinzipiell nur eine begrenzte Anzahl von Techniken zu. Dies bedeutet aber, dass die geistige Aufmerksamkeit nicht vollends genutzt werden muss und dadurch die geistigen und mentalen Fähigkeiten ab einem bestimmten Moment brach liegen. Ein Samurai wusste nicht, was ihn erwartete. Er wusste auch nicht, wie er attackiert werden würde und vor allem wusste er nicht, wer sein Gegner sein würde. Dementsprechend mussten Techniken und Möglichkeiten gefunden werden, um alle diese unbekannten Variablen wie Gewicht, Größe, Geschlecht, Kraft, Alter usw. auszuschliessen und dennoch zum Sieg zu gelangen.