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… über Radikalismus

ZEN kennt das Prinzip von Ursache und Wirkung.
Dies wird aktuell überstrapaziert wenn es darum geht die terroristischen Akte in Europa zu erklären.

„Hätte der und der damals nicht das gemacht, dann usw….“

All diese Aussagen sind zu kurzsichtig und erklären in keinster Weise die Ursache, nämlich den Menschen hinter den terroristischen Akten.
Es war keine Organisation, die tötete, sondern es waren Menschen.

ZEN erstes Prinzip heißt: „Alle Menschen leiden“.
Damit ist gemeint, dass es der Wunsch an sich ist, der uns ständig antreibt weswegen wir, weil sich unsere Wünsche ständig ändern zu deren Sklaven werden und so nie zu uns selbst finden können.

Die Psychologie kennt dies unter dem Namen „Defizit“. Jeder Mensch hat psychologische Defizite, welcher er ständig versucht aufzufüllen und damit aufzulösen. Die Eigenschau ist der einzige Weg, dies zu meistern.

Ähnlich dem ZEN.

Was ist Radikalismus? Im momentanen Zusammenhang wird mit rücksichtsloser Verfolgung eines religiösen Ziels argumentiert.
Aber ist das richtig?
Nein.
Radikalismus ist unabhängig von der Zielgebung. Radikalismus ist eine Art des Handelns.

Radikalismus kennt insofern keine Grenzen, als dass alles Leben dem Ziel zu weichen hat mit einem WICHTIGEN Zusatz.
Auch das eigene Leben zählt dazu.
Deswegen steht der Westen so gebannt dem momentanen Phänomen gegenüber.
Die Terroristen setzen alles was Sie haben, auch das eigene Leben, ein.
Auch wenn wir im Westen diese Denkart als Rückschritt betrachten, so sind wir dennoch damit konfrontiert.

Welches Defizit also müssen Menschen haben, um zum Schritt des Radikalismus getrieben zu werden?
Warum geht ein in Deutschland aufgewachsener, gebildeter Mann zur IS?
Warum wollen minderjährige Mädchen aus behütetem Haus nach Syrien?
Was fehlt diesen Menschen?

Es kommt ständig dieselbe Antwort. (Im übertragenen Sinne)
REGELN, ORDNUNG

Es scheint so als gäbe es in Europa keine Ordnung mehr. Menschen können es nicht ertragen ungeordnet zu leben.
Deswegen ist das frei erfundene Konzept des 8-17 Jobs noch immer Grundlage vieler Leben.
Selbst Regeln zu machen fällt sehr vielen schwer.
Deswegen begeben Sie sich auf die Suche nach Menschen, die es können.

Interessant daran ist ja, dass unsere Leben immer mehr verreglementiert werden.
85% der in einem EU Staat gültigen Gesetze werden in Brüssel gemacht.
Die Hauptmaterien der Sicherheit, Wirtschaft und Nahrung werden außerhalb der Länder geregelt.

Kann es sein, dass der Mensch in Europa dadurch den Bezug zur aktuellen Lebenssituation verliert?
Fernab seiner Heimat wird über seinen Kopf bestimmt, so scheint zumindest bei vielen das Gefühl.
Es ist als Bürger gar nicht mehr ohne unglaublichem Aufwand möglich an der Entscheidungsfindung teilzuhaben.

Was einem dann nur noch übrig bleibt ist das Versinken in der Freizeit.
Diese Ohnmacht wird bis dato den Jugendlichen entsagt.
Es würde Sie alles nicht interessieren.
Man nimmt die jungen Menschen, ob ihres politischen Interesses nicht ernst genug.
Wenn dann jemand kommt und Teilnahme an einem System verspricht, dass mit eigen Schweiß und Blut errichtet werden kann, dann ist bei manchen die Versuchung, das Defizit groß genug es zu versuchen.

Wer ist nun für solche Defizite verantwortlich?
Die Gesellschaft selbst.
Eine Gesellschaft  in der monetäre Interessen über den Menschen gestellt werden, die das goldene Kalb anbetet.

Jeder Akt, der Leben zerstört ist verwerflich. Jede Träne, die deswegen vergossen wird zuviel.
Jeder Mensch, der einen Akt des Todes setzt gehört bestraft.

Jeder Mensch.

Eine der möglichen Ursachen des heutigen Problems war die fehlende Möglichkeit zur Eigenbestimmung der letzten Jahrzehnte.
Der Mensch hat es satt, auch wenn er nicht sofort etwas dagegen unternimmt, nicht mehr sein eigenes Leben bestimmen zu können.

Aber es darf nicht Vorsatz unterstellt werden. Die Generationen vor uns waren mit anderen, offensichtlicheren Defiziten konfrontiert und haben daher ein System aufgesetzt, dass uns bis heute einen stabilen Aufstieg ermöglicht hat.
Niemand von damals konnte diese Entwicklung voraussehen, da alle daran teilhatten.

Genug Essen, genug Wasser und ein warmes Bett zu haben ist auf der anderen Seite des Globus eben nicht Usus.
Deren Defizite mögen genauso untersucht werden.
Aber ich lebe nicht dort, ich komme nicht von dort deswegen kann ich nicht darüber schreiben.
Wer es doch tut, aber nicht von dort kommt, behandelt sein eigenes Defizit, aber nicht das der Menschen.

Womit sich ein Lösungsvorschlag entwickelt.
Aktuell trifft es zu, dass die Anschläge religiös  argumentiert werden.
Ich bin nicht Anhänger dieser Religion.
Wie soll jemand, der nicht Teil dieser Religion ist, dieses Problem der Gewalt lösen?

Zur Lösung benötigt es Menschen, die wissen wovon die Rede ist. Es muss also innerhalb dieser Religion gelöst werden.
Jeder aufrichtige, empathische Mensch unabhängig seiner Konfession wird beistehen, aber gelöst kann dieses Problem nur von innen werden.

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