WAS IST BATTO GIRI?

Über Jahrhunderte wurde dieses Wissen erprobt, erweitert und vertieft.
Die Ursprünge reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück – in eine Zeit, in der es noch keine festen Systeme gab. Es war ein ständiges Ausprobieren. Lernen durch Erfahrung.

Was Aiki no jutsu besonders macht, lässt sich nur schwer übersetzen.
Am ehesten bedeutet es: die Fähigkeit, Kraft zu harmonisieren.

Im Unterschied zu geradlinigen Systemen wie Karate arbeitet Aiki no jutsu mit runden Bewegungen.
Nicht gegen die Kraft – sondern mit ihr.

Der Körper als Ausgangspunkt

Im Training steht nicht die Technik im Vordergrund, sondern der Körper selbst.

Wie bewegt er sich?
Wie verteilt sich Kraft?
Wo entsteht Kontrolle?

Eine Spezialität unserer Schule ist das Fangen eines Angriffs.
Denn nur wer einen Schlag wirklich aufnehmen kann, ist in der Lage, danach zu handeln.

Das ist einer der entscheidenden Unterschiede zu vielen anderen Kampfsystemen.

Realität statt Theorie

Wenn man sich den Alltag eines damaligen Kriegers ansieht, wird eines klar:
Die Waffe stand im Mittelpunkt.

Das Schwert – die Seele des Samurai – war die primäre Form des Kampfes.

Die eigentliche Frage war daher nie: Wie kämpfe ich?
Sondern: Was passiert, wenn ich keine Waffe habe?

Genau hier setzt Aiki no jutsu an.

Abgrenzung zu anderen Schulen

Aiki no jutsu wird oft mit Aikido verwechselt.

Aikido entstand jedoch erst Ende des 19. Jahrhunderts.
Der Gründer, Morihei Ueshiba, hatte Aiki no jutsu gelernt, entwickelte daraus jedoch ein eigenes System mit anderen Schwerpunkten.

Takeda Ryu Aiki no jutsu gilt aufgrund seines Alters als eine der ursprünglichen Formen der Aiki-Kampfkünste.