Geboren 1972 in Wien, begann meine Reise in die japanischen Kampfkünste im Jahr 1992 mit dem Einstieg in die Takeda Ryu in Wien. Was zunächst durch Zufall entstand, entwickelte sich schnell zu einer lebenslangen Berufung.
In den frühen 1990er Jahren wurde ich durch Martial-Arts-Filme inspiriert. Ohne Vorkenntnisse suchte ich nach einer authentischen Kampfkunst – und fand sie in der Takeda Ryu. Der erste Eindruck im Dojo war prägend: Eleganz, Kontrolle und die besondere Art zu fallen faszinierten mich sofort. Dennoch dauerte es einen Monat, bis ich den Mut fand, mit dem Training zu beginnen – ein Schritt, der mein Leben nachhaltig veränderte.
Schon in den ersten Jahren widmete ich jede freie Minute dem Training. Ich lernte früh eine entscheidende Lektion: Nicht Kraft, sondern Technik ist der Schlüssel.
1993 nahm ich an einem Seminar in Wien teil, bei dem ich erstmals das Oberhaupt der Schule, Soke Nakamura, sowie Sensei Toyoshima kennenlernte. In diesem Moment wurde mir klar, dass ich mein Leben dieser Kampfkunst widmen würde.
Dieser Entschluss führte mich auf einen intensiven Weg:
Im Jahr 2005 erhielt ich von Soke Nakamura die offizielle Berechtigung, Takeda Ryu zu unterrichten. Im selben Jahr gründete ich das Budo Institut in Wien.
Seit 2005 bin ich hauptberuflich als Kampfkunstlehrer tätig und unterrichte ausschließlich Takeda Ryu. Damit bin ich einer der wenigen – und der einzige Nicht-Japaner – der diese traditionelle Schule vollständig und professionell weitergibt.
Zu meinen Tätigkeiten zählen:
2010 erfolgte zudem der Umzug des Dojos in den 3. Wiener Bezirk.
Die Takeda Ryu ist für mich weit mehr als eine Kampfkunst – sie ist ein lebenslanger Weg.
Seit über drei Jahrzehnten trainiere ich täglich, lerne kontinuierlich dazu und gebe dieses Wissen an meine Schüler weiter. Besonders dankbar bin ich meinen Schülern, die diesen Weg gemeinsam mit mir gehen und mich täglich weiterentwickeln lassen.
Mein tiefster Dank gilt meinem Lehrer und Freund Sensei Toyoshima, der den Mut hatte, traditionelle Grenzen zu überwinden und mich als direkten Schüler aufzunehmen.
Selbstverständlich gibt es außerhalb Japans eine Vielzahl an Takeda Schulen. Diese haben mit dem Budo Institut nichts zu tun. Ich habe mich 2004 dazu entschieden von jeglicher Vereinsmeierei Abstand zu nehmen.
Mit Soke und meinem Meister habe ich damals vereinbart, dass es mir als Profi rein um die Erhaltung und Weitergabe der Schule geht. Als einziger Profi außerhalb Japans, der ausschließlich Takeda Ryu unterrichtet, ist es mein größtes Anliegen die unverfälschte, traditionelle Schule, die mein Meister von Soke Nakamura gelernt und an mich weiter gegeben hat, zu erhalten.