… über Prävention

Mit der Natur - inner peace

Für die traditionell chinesische Medizin ist die Prävention das Paradigma schlecht hin.
Alles wird ihr unterworfen, da es in der TCM um ein langes und gesundes Leben geht.
Im Westen ist diese Idee sehr reizvoll.

Im kulturellen Hintergrund Chinas muss dieser Ansatz aber auch so verstanden werden, als dass zur Zeit der Entstehung dieser Medizin, die Ausübung derselben nur dem höheren Volksschichten oblag, vornehmlich denen, die lesen konnten.
Die Struktur Chinas war ein Kaiserreich. Die Unterwerfung unter den Herrscher natürlich und unhinterfragt.
Der Gedanke, dass ein langes und gesundes Leben verordnet wurde, um länger dem Kaiserreich zu dienen, muss überprüft und verifiziert werden.

In unserer westlichen Struktur ist der Wunsch eines langen und gesunden Lebens praktisch inexistent.
Wir leben von einer Krankheit zur nächsten.  Ganz menschlich setzen wir uns nur dann mit einem Thema auseinander, wenn es uns auf die Schultern klopft. Ergo, erst wenn wir krank sind, wird Gesundheit, Leben und Alter ein Thema.
Erst dann beginnen wir uns mit Nahrung, Sport und geistiger Gesundheit auseinander zu setzen.

Wir mögen diese Wesensart der griechischen Philosophie und dem Hedonismus schulden, abstreiten können wir diese nicht.
Mit einer Ausnahme.

Mit der uns vermittelten österreichischen Geschichte, die voll ist von Scham, Angst und Verlust der eigenen Identität haben wir einen Präventionsmechanismus implantiert. Den Versuch allen Problemen so lange als möglich aus dem Weg zu gehen.
Wir wollen nicht Farbe bekennen, wir wollen nicht gerade stehen, wir wollen in Ruhe gelassen werden.
Wir lagen alle schon einmal falsch, wie man uns in der Schule, in der Familie lange genug klar gemacht hatte.

Wir sind offensichtlich der Meinung, dass diese Prävention ausreicht.
Wir raunzen gerne, wir sind ein bisschen morbid und wir haben große Schadenfreude.
Aber wenn wir einmal ruhig werden, nichts mehr sagen, und beginnen aufmerksam zuzuschauen, dann sollten außenstehende die Ohren aufstellen.

Denn dann sind wir genau an dem Urparadigma angelangt. Der Prävention im geistigen Sinne.
Wer raunzt lagert die Lösung des Problems an andere aus.
Wer meckert will gar keine Lösung anbieten sondern geifert in voyeuristischer Manier nach den Fehlern des anderen.

Erst wenn man ruhig wird ist man bei sich und beginnt selbst in Lösungen zu denken.
Und das passiert gerade JETZT.

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