Es war einmal eine Zeit da wollten die Menschen von einander lernen und deswegen kamen sie mit offenem Geist und Aufmerksamkeit aufeinander zu.
So geschehen im Jahre 1977.
Eine Zeit in der offensichtlich Journalismus noch als Kunstform angesehen wurde und der Versuch objektiv über eine wesensfremde Sache zu berichten ein Muss darstellte.
Auf der anderen Seite waren die japanischen Meister noch offen und wollten ihr Wissen mit der Welt teilen.
Dann kamen die 1980 – 1990er Jahre. Japan erklärte der Welt ihren Wirtschaftskrieg als Rache für die Bombe und stieg zur Wirtschaftsmacht Nummer eins auf.
Beide Seiten fanden Argumentationen warum es nicht mehr zielführend ist den anderen zu unterstützen und das geistige Eigentum für sich zu behalten.
Es war die Zeit in der viele Schulen, was das Bujutsu betrifft, für immer von der Bildfläche verschwanden.
Ein für uns komplett unverständlicher Zugang.
Lieber die Schule, den „national treasure“ mit mir sterben lassen, anstatt für eine neue Generation zu sichern.
Der Westen tat das seine, in dem nahezu von einem Tag auf den anderen die Empathie abgeschafft wurde.
Wirtschaft und Status nahmen überhand.
Eine neue Denkart manifestierte sich. Ein Paradigmenwechsel fand statt.
Unsere Köpfe wurde durchtränkt mit dem Gedanken des Nutzens.
Be-nutze alles was Dir hilft und vervollständige Dich dadurch.
Dieser fatale Irrtum nahm hier seinen Anfang.
Es blieb für die empathischen Menschen auf allen Seiten der Ozeane nur mehr die Möglichkeit in der Versenkung zu verschwinden.
Niemand wollte mehr lernen der Erkenntnis wegen.
Alle wollten nur mehr lernen des Nutzens wegen.
Dieses unterschiedliche Mind-settings machte Diskussionen sinnlos.
Stillstand war die Folge.
Das Resultat Vorsicht.
Jeder wahre japanische Meister wurde verschlossen und vorsichtig.
Tausende Jahre an Evolution in einer Kunst sollten nicht wie Perlen vor die Säue geworfen werden.
Und so blieb es bis heute.
Die Oberflächlichkeit in der Ausführung von Übung an einem Selbst ist heute nicht mehr zu übertreffen.
Wir traten in ein Jahrhundert ein in dem die ICH-Schau unter der Prämisse des Nutzens „mainstream“ wurde.
Gemäß dem Naturgesetz des Yin-Yang bildete sich aber auch eine Gegenbewegung aus.
Viele Menschen erkannten, dass der Nutzen alleine, nicht ausreicht.
Wenn sich Leben nur mehr nach dem Nutzen richtet, dann gibt es keine Empathie.
Empathie ist es was uns Menschen zu einem Teil dieser Natur macht.
Nur Empathie ermöglicht Liebe.
Wahre Liebe kennt keinen Nutzen.
Und da Liebe ein Wesensbestandteil des Menschen ist, genauso wie das Atmen und das Trinken leiden so viele unter ihrer Abwesenheit.
Das ist ein natürliches Phänomen.
Viele gehen zu Therapeuten, die wieder die Nutzensfrage stellen.
Viele gehen zu Gurus, die nur mehr den Nutzen kennen, und werden von ihnen ausgenommen.
Gleiches mit Gleichem, ein weiteres Grundgesetz des Universums.
Sie alle BENUTZEN andere Menschen um einen Ausweg aus ihrer eigenen Misere zu finden.
Es gibt aber nur einen Weg. Die Wesensschau.
Aber unendliche Möglichkeiten.
Sei es das Malen, die Musik, das Schreiben, das Kehren, das Tischlern, das Kochen, das Sitzen, das Kämpfen, es ist unendlich.
Es bedarf nur eines einzigen Wandels.
Einer einzigen Änderung.
Dem Sprung von der Fahnenstange, „the leap of faith“.
Vergiß den Nutzen!
Nehmen Sie sich diese Minuten Zeit. Hören Sie aufmerksam zu.
Dies stammt aus einer Zeit des gemeinsamen Entgegenkommens.
Es ist EIN SATZ der alles ändert.
Der jeden falschen Guru, falschen Meister entlarvt.
Wenn Sie ihn gefunden haben, den Satz, schreiben Sie ein Kommentar.
Ich freue mich auf ihre Beiträge

