Takeda Ryu Shurikenjutsu ist die Kunst des präzisen Wurfes von Shuriken – einer traditionellen Sekundärwaffe der Samurai.
Im Gegensatz zu modernen Darstellungen oder sogenannten „Ninja-Wurfsternen“ handelt es sich hierbei um geradlinige Wurfpfeile (Bo-Shuriken), die gezielt eingesetzt wurden, um eine taktische Reaktion beim Gegner zu erzwingen.
Der Samurai trug diese Waffen im Gürtel und nutzte sie nicht als Hauptwaffe, sondern als strategisches Werkzeug zur Vorbereitung des entscheidenden Angriffs mit dem Schwert.
Im Training steht nicht die Technik im Vordergrund, sondern der Körper selbst.
Wie bewegt er sich?
Wie verteilt sich Kraft?
Wo entsteht Kontrolle?
Eine Spezialität unserer Schule ist das Fangen eines Angriffs.
Denn nur wer einen Schlag wirklich aufnehmen kann, ist in der Lage, danach zu handeln.
Das ist einer der entscheidenden Unterschiede zu vielen anderen Kampfsystemen.
Der Einsatz ist einfach – aber kompromisslos:
Ein „Fake“-Angriff ist dabei ausgeschlossen.
Der Wurf muss real, präzise und bedrohlich sein – alles andere kostet im Ernstfall Zeit. Und Zeit war im Kampf gleichbedeutend mit Leben.
Traditionelle Shuriken sind:
Diese Kombination macht sie zu einem hochpräzisen Werkzeug – und gleichzeitig extrem schwierig zu reproduzieren.
Moderne Schulen vermischen oft Inhalte.
Wichtig ist die klare Trennung:
Takeda Ryu bleibt konsequent im Kontext des klassischen Krieger-Systems.
Es ist: ein taktisches Werkzeug, Teil eines Gesamtsystems, direkt mit dem Schwertkampf verbunden.
Und genau darin liegt seine Stärke.