Neues Jahr, neue Vorsätze.
Wir haben von klein auf gelernt unsere Zukunft in Wünschen zu definieren. Wir wünschen uns Liebe, Reichtum und Glück.
Der Wunsch nach Glück scheint ein Prinzpieller zu sein. Kein Mensch ohne Wunsch nach Glück.
Die Meisten meinen damit wäre das Wohl der Menschheit gesichert, würde jeder nur nach Glück streben.
Damit hätten wir das Problem hinreichend beschrieben. Denn Streben ist nicht Wünschen.
Streben ist aktiv, Wünschen ist passiv.
Wünschen wird aber als aktiver Akt verstanden und deswegen gibt es Viele, die meinen „Pass auf was Du Dir wünscht, es könnte eintreten“.
Aus der Sicht des ZEN blanker Unsinn.
Sehen wir uns ein Beispiel an.
Ich wünsche mir einen Lottogewinn. (Was im Übrigen viele als das Glück betrachten.)
An WEN oder WAS richte ich meinen Wunsch?
Wer ist der Empfänger?
Nennen wir es der Einfachheit halber das Universum.
Ich glaube es wird nun klarer.
Die Aussage. „Pass auf was Du Dir wünscht sonst….“ stellt das Individuum über das Universum.
Größer kann Egoismus nicht sein.
Dabei reagieren wir als Menschen äußert empfindlich, wenn man uns fremde Wünsche aufoktroyiert.
Aber das Universum?
Dasselbe mit dem Körper.
„Pass auf, wenn Du Dir wünscht krank zu sein, wirst Du es auch irgendwann.“ Derselbe Unsinn.
Hier ist das Problem nur diffiziler.
Rene Decartes erklärte vor langer Zeit, der Körper sei eine Maschine, welche dem Geist folgt. Dieser gravierende Fehler führte zu unserem heutigen Verständnis von Medizin und Umgang mit dem Körper.
Im ZEN, nach langer Zeit des Sitzens, erreicht der Übende eine Gewissheit. Im ständigen Fragen „Wer ist es, der hier sitzt?“ erfährt der Übende eine gravierende Erkenntnis. Die erste Stufe, KENSHO, ist erreicht.
Die Erkenntnis ist, dass Decartes falsch lag, dass alle, die Körper und Geist trennen, falsch liegen.
Deswegen wird nicht soviel darüber gesprochen, denn wenn 98% der Umwelt gegenteiliger Meinung ist, wieviel Sinn macht es darüber zu reden?
Ich habe einige Menschen kennengelernt, deren geistige Fähigkeiten enorm waren. Mir um Lichtjahre überlegen.
Aber ALLE , ausnahmslos, waren nicht glücklich. Mit ihren eigenen Worten beschrieben.
Und Warum? Weil körperliche Zustände dieses Gefühl verhinderten.
Jahrzehnte lang den Körper nicht zu beachten fordert seinen Tribut.
Es ist dieses nicht wahrnehmen, dieser fehlende Skill, der heute immer mehr gefördert wird.
Ein Beweis, dass der Geist nicht Herr über den Körper ist, sonst würde der Köper später den Geist nicht so beeinflussen.
Die Aussage man solle sich keine Krankheit wünschen sonst bekäme man Sie ist ein Wunsch des Geistes an den Körper.
Der Wunsch, objektiv betrachtet, unterstellt die Fähigkeit aus Nichts, dem Wunsch, Materie, die Krankheit schaffen zu können.
Der Fehler. Das ICH, dieser Teil, der weder mit dem Geist noch mit dem Körper etwas zu tun hat, macht einen glauben diese Fähigkeit zu besitzen.
Dies ist die einzig wahre Ursache von Krankheit. Das EGO, der Dritte Teil im Mensch-sein, wird dermaßen über die anderen Teile gestellt, sodaß die Anderen sträflich vernachlässigt werden.
Es ist diese Vernachlässigung, die zu Krankheit führt und, nicht ein Wunsch.

