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… über Ziele und Träume

Jüngst traf ich einen Menschen, der sagte er habe keine Ziele mehr. Ungefähr in meinem Alter.
Auf die Frage, warum er denn bei mir zu trainieren beginnen möchte gab es keine Antwort.

Das erinnerte mich an meine weit zurück liegende Vergangenheit. Damals, ich war noch jung in meinem Metier, riet mir jeder davon ab auch nur daran zu denken Profi zu werden.
Es hieß, dass ein Beruf in so einer Randsparte unmöglich sei.
Man habe alles durchgerechnet, man kenne sich aus, und ich solle mich in meinen jungen Jahren nicht so verzetteln.
Ausbildung sei das Wichtigste.
Nun es gab einen Menschen, der mir nie solche Dinge sagte. Meine Mutter.
Sie wußte, daß es sinnlos war. Sie unterstützte mich so gut es ging, aber was noch viel wichtiger war, Sie gab mir Freiheit.
Zu tun, zu lassen und zu denken was ich wollte.
Jetzt mehrere Jahrzehnte danach sitzt ein kleiner achtjähriger Mann auf meinem Schoß und ich muss mich daran erinnern, daß es diese Freiheit im Denken war, die mich mehr als 20 Jahre später mein Ziel erreichen lies.
Nun ich habe noch nicht alle Ziele erreicht. Ich habe, daß Gefühl, die richtig Großen liegen noch vor mir.

Und da sitzt mir dann jemand gegenüber und sagt er habe keine Ziele mehr.
Natürlich ist was ganz anderes damit gemeint.
Natürlich hat jeder Mensch Ziele. Ziele treiben uns an.
Kahnemann schreibt in seinem Bestseller, dass Ziele eine unserer Triebfedern des Lebens sind.
Und hierin liegt das Missverständnis, welches heute viele Menschen davon abzuhalten scheint ihren Weg zu gehen.

Ziele mit Träumen verwechselt.
Ein Ziel definiert sich durch seine Greifbarkeit und durch eine Deadline.
Bis zu diesem Tag, Event oder Geschehen habe ich das erreicht.
Ein Traum hat keine Deadline. Ein Traum ist wage formuliert und was schon gar nicht in einem Traum vorkommt ist das WIE.

Ein Traum ist immer: WAS
Ein Ziel ist immer: WANN und WAS
Und darum ging es dann auch im Gespräch. WANN erreiche ich das, können wir nicht den Weg verkürzen, usw. usw.

Und das hört nicht auf.
Gerade heute, je näher ich meinen Zielen komme, desto großer wird die Gruppe der Menschen, die aus einem Ziel einen Traum machen.
Da gibt es diejenigen, die sagen: „Es sei kein Kampf, es sei ein Weg.“
Dann träum mal schön weiter.
Ein Ziel zu verfolgen ist ein ständiger Kampf. Mit sich selbst, mit dem Leben und mit der Materie.
Wenn ich nicht ständig an mir feile, ständig versuche besser zu werden, dann kämpfe ich nicht.
Dann stehe ich still.
Und genau so ist deren Qualität. Von vorgestern.
Abgelaufene Produkte der Vergangenheit.

Es sind dann die, die sich versuchen herauszunehmen, meinen Weg, meine Ziele einer Untersuchung zu unterziehen, ohne jemals Ähnliches gemacht und geschafft zu haben.
Es ist eben immer leichter über Träume anderer ein Urteil abzugeben anstatt seinen Weg selbst zu hinterfragen.
Das wäre nämlich Kampf.

Vielmehr haben solche Menschen Angst zuzugeben, vor langer Zeit aufs falsche Pferd gesetzt zu haben.
Zumindest sehen sie selbst das so. Es kommt immer vor, dass der Weg unendliche langweilig wird.
Die Meisten übersehen, dass dies zum Erreichen des Zieles dazu gehört.
Sie hören zu kämpfen auf, verstecken sich hinter ihrer Altersweisheit.

Von meiner geliebten Frau habe ich gelernt: “ Alt zu sein, heißt nicht automatisch weise zu sein, denn alt zu werden geht von alleine.“
Vielleicht kann man es auch so erklären. Einige haben Talent. Und das ist der Grund ihres Antriebs.
Was Sie aber nicht haben sind die notwendigen Fertigkeiten.
Nur wer sein Talent erkennt und dann täglich daran arbeitet erlangt Fähigkeiten, Handfertigkeiten und damit Kunst.

Vor ungefähr zehn Jahren war ich bei der größten Werkschau seit 50 Jahren von Leonardo da Vinci in Paris.
Ich war erschüttert, ob der Meisterschaft, die ein Individuum erreichen konnte.
Was sehr gut in dieser Ausstellung gezeigt wurde war der Weg von einer Idee zum fertigen Bild.
Nehmen wir die Madonna in der Grotte.
Über hundert verschiedene Skizzen und Gemälde einzig um den Faltenwurf der Maria zu perfektionieren.
Oder zahlreiche Studien eines Beines eines Pferdes, nur damit es ein kleines Feld im ganzen Bild richtig ausfüllt wird.
DAS ist Fertigkeit. Das ist Übung, das ist ständiges Arbeiten, das ist andauernder Kampf.

Wer sich nur auf sein Talent verläßt verendet in der Mittelmäßigkeit.
Was das Schlimmste daran ist, es fällt auch jedem auf.
Früher oder später wird es erkannt und dann macht sich unendliche Langeweile breit.

Deswegen hört nicht auf diese armen Geschöpfe, die sich selbst am wenigsten leiden können und für die es unerträglich ist, wenn Du weiter gehst.
Versuche auch nicht, die Leute auf deinen Weg zu bringen. Es muss von alleine kommen, es muss ein Bedürfnis sein Fähigkeiten zu erwerben und kein Zwang.
Kümmere Dich um die Menschen, die an Deiner Seite gegangen sind und dir nicht im Weg standen.
Stehe zu den Personen, die an Dich glauben und Dir helfen damit Du Deine Ziele erreichen kannst.
Denn eines sei Dir immer bewußt alleine hat noch niemand Großes geschafft.

Verlasse Dich auf Dein Talent und arbeite hart an Deinen Fähigkeiten.
Wenn Du Dein Talent erkennst ergibt sich automatisch ein Ziel.
Habe den Mut und gehe los.
Arbeite, kämpfe und lerne.
Damit andere, die Dich sehen beginnen können zu träumen.

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